Mehr Sichtbarkeit auf LinkedIn: Warum Unternehmen das Team einbinden sollten

Warum LinkedIn im Unternehmen nicht an einer Person hängen sollte

Bei unseren LinkedIn-Teamtrainings sehen wir es immer wieder: Unternehmen möchten auf LinkedIn präsent sein. Manche erstellen sogar einen kompletten Contentplan. Und dann starten sie mit einer einzelnen engagierten Person. Oft ist es jemand aus dem Marketing, manchmal die Geschäftsführung, manchmal eine Person aus dem Vertrieb.

Es gibt erste Beiträge, ein paar Reaktionen, vielleicht sogar neue Follower. Doch irgendwann finden Sie sich in folgender Position: Sie posten regelmäßig alle 14 Tage oder jede Woche, aber es tut sich nichts Neues auf der Unternehmensseite. Immer dieselben paar Personen, die auf „gefällt mir“ klicken, aber es gibt keine Kommentare und generell haben Sie den Eindruck:

viel Aufwand, wenig Output.

An diesem Punkt wird LinkedIn zur Team-Challenge

Aus langjähriger LinkedIn-Erfahrung können wir Ihnen eines verraten: Guter Content entsteht selten am Schreibtisch (oder im KI-Tool) einer einzigen Person. Inhalte für LinkedIn entstehen um Tun: in Kundengesprächen, bei Projekten, auf Messen, in der Entwicklung, im Service, in der Geschäftsführung und im Vertrieb. Wer LinkedIn im B2B ernst nimmt, braucht Menschen im Unternehmen, die ihre Sichtweise auf die Produkte oder Leistungen, auf das Team und seine Entwicklung aus erster Hand einbringen können.

LinkedIn: Weniger „Messestand“, mehr „Podiumsdiskussion“

LinkedIn ist ein B2B-Netzwerk. Meistens ist es DER bevorzugte Social Media Kanal. Die meisten Unternehmen beginnen mit der LinkedIn-Unternehmensseite. Das ist verständlich. Immerhin möchte man sich offiziell zeigen und in Wort und Bild präsentieren, was man macht, wo man zu finden ist und wie die Produkte aussehen. Aber Achtung! Tappen Sie nicht in die old-school „Messestand-Falle“. Weder der Algorithmus noch die User:innen finden es toll, wenn dauernd nur Neuigkeiten geteilt, Veranstaltungen angekündigt und Projekte vorgestellt werden.

Offengesagt, man denkt sich „Schön für euch!“

LinkedIn ist ein Netzwerk zwischen echten Menschen. Deshalb raten wir Unternehmen immer dazu, ihr Team sichtbar werden zu lassen. Beiträge von persönlichen Profilen wirken viel authentischer, weil eine echte Person postet und kein Unternehmensprofil. Das macht einen riesigen Unterschied zu statischen „Wir-bei-XYZ-sind-so-toll-und-waren-auch-bei-der-und-der-Veranstaltung“-Postings. Stellen Sie sich einfach vor, LinkedIn wäre eine große Podiumsdiskussion. Suchen Sie sich ein bestimmtes Thema aus, das gerade relevant ist und überlegen Sie sich, was Sie oder Ihre Teammitglieder dazu sagen könnten.

Gerade im B2B-Bereich geht es häufig um Vertrauen. Bei LinkedIn ist das nicht anders. Menschen folgen anderen Menschen, weil sie sich durch Beobachten und Vergleichen ein Urteil bilden. Wenn aus dem Unternehmen Teammitglieder aus allen denkbaren Bereichen sichtbar werden, bekommt die Marke nach außen viel mehr Tiefe.

Aus einer Firma wird ein Team mit Wissen, Erfahrung und Personality.

Welche Abteilungen sollten auf LinkedIn aktiv sein?

In vielen Unternehmen gibt es nur diese eine Person, die sich um LinkedIn „kümmert“. Sie sammelt Themen, schreibt Beiträge, erinnert Kolleg:innen an Fotos, wartet auf Freigaben aus der Geschäftsführung und versucht, aus internen Informationen brauchbare Inhalte zu machen.

Für ein „Grundrauschen“ in der Kommunikation durchaus ein gangbarer Weg. Aber keine Dauerlösung. Und schon gar keine PR-Strategie.

Diese eine Person kennt nicht alle Details aus den einzelnen Projekten. Sie war vermutlich nicht bei allen wichtigen Gesprächen dabei. Sie weiß ungefähr, was passiert ist, aber ihr fehlen Nuancen, richtige Storys und echte Einblicke. Diese wären allerdings genau das „Salz in der Suppe“ der Unternehmenskommunikation.

Ein weiterer Nachteil, den kaum jemand bedenkt: wenn die für LinkedIn „zuständige“ Person einmal ausfällt, urlaubt oder gar kündigt, stehen die Kommunikationsrädchen still. Dann muss wieder jemand für zuständig erklärt werden, der LinkedIn dann wieder von Punkt Null „übernimmt“.

Wie findet man Themen für LinkedIn-Beiträge?

Eigentlich ganz einfach. Die besten Themen finden Sie im Arbeitsalltag. Viele Unternehmen glauben, ihnen fehlen Themen für LinkedIn. Dabei liegen sie oft direkt vor Ihnen:

  • Ein Kunde stellt eine spannende Frage, auf die Sie nie gekommen wären.
  • Ein Lieferant fällt aus und Sie finden ein viel besseres Produkt, über das Sie eine Story schreiben können.
  • Eine Mitarbeiterin erklärt ein technisches Detail so gut, dass daraus ein cooles Video wird.
  • Ein zufriedener Kunde stellt sich für eine Anwenderstory zur Verfügung
  • Ein Gespräch am Messestand inspiriert Sie zu einer Produktinnovation

Alle diese Dinge lassen sich in Storys verpacken, mit denen Ihr Team Kompetenz ausstrahlt und vielleicht sogar Humor beweisen kann. Im LinkedIn-Teamtraining lernt Ihr Team, solche Themen zu erkennen. Oft reicht dafür schon ein anderer Blick auf den eigenen Arbeitsalltag.

Warum posten viele Mitarbeiter nicht auf LinkedIn, obwohl das Unternehmen es möchte?

Darf ich das überhaupt schreiben? Was ist, wenn jemand kritisch reagiert? Wie persönlich darf ein Beitrag sein? Wie viel Fachsprache ist sinnvoll? Und wer liest das am Ende?

Diese Fragen bzw. mentalen Hürden sind es, die Teammitglieder davon abhalten, Beiträge auf LinkedIn auf eigene Faust zu veröffentlichen. Gerade in technischen oder beratungsintensiven Branchen möchten viele Menschen im Hintergrund bleiben und vor allem sie keine Informationen von sich preisgeben.

Ein gutes LinkedIn-Teamtraining zeigt, welche Themen geeignet sind, welche Grenzen gelten und wie persönliche Beiträge zur Unternehmenskommunikation passen. Es kann dabei helfen, die eigene Tonalität zu finden oder ein Motto bzw. einen Titel für eine Postingserie zu kreieren. Manche schreiben sachlicher, andere erzählerischer. Manche teilen kurze Beobachtungen, andere erklären lieber die Hintergründe. Entscheidend ist, dass die Beiträge zur Person und zum Unternehmen passen. Und – wie gesagt – die mentalen Hürden werden auch angesprochen.

Wie motiviert man Mitarbeiter auf LinkedIn aktiv zu werden, ohne sie dazu zu zwingen

LinkedIn wird oft dem Marketing zugeteilt. Doch im B2B-Bereich berührt die Plattform viele Bereiche:

  • Für den Vertrieb kann LinkedIn helfen, Beziehungen aufzubauen und bestehende Kontakte zu pflegen.
  • Für HR und Recruiting zeigt LinkedIn, wie ein Unternehmen denkt und arbeitet. Bewerber interessieren sich oft dafür, wer hinter einer Firma steht. Beiträge von Mitarbeitenden vermitteln einen anderen Eindruck als Stellenanzeigen allein.
  • Für die Geschäftsführung bietet LinkedIn die Möglichkeit, die eigene Positionierung sichtbar zu machen. Gerade bei Veränderung, Wachstum oder neuen Märkten kann persönliche Kommunikation Vertrauen schaffen.

In einem LinkedIn-Teamtraining schaffen Sie es, diese Perspektiven zusammenzubringen.

Sie werden sehen, wie einfach danach der gemeinsame Außenauftritt gelingt! Ohne Zwang, mit Freude und mit Eigenverantwortung.

Muss jeder LinkedIn-Beitrag von der Geschäftsführung freigegeben werden?

Die Geschäftsführung muss keineswegs jeden Beitrag freigeben. Viel wichtiger ist, dass in einem gemeinsamen Prozess festgelegt wird:

  • Welche Themen sind strategisch relevant?
  • Welche Meinungen sollen sichtbar werden?
  • Welche Erfahrungen aus dem Unternehmen dürfen nach außen getragen werden?

Aus unserer langjährigen Praxis wissen wir: Wenn Führungskräfte selbst aktiv auf LinkedIn sind, werden sie zu Vorbildern für ihr Team. Zeigen Sie ruhig, dass LinkedIn Teil der Unternehmenskommunikation ist und kein Hobby einzelner Mitarbeitender!

Wir suchen ein LinkedIn-Training – worauf müssen wir achten?

Achten Sie auf die gute Mischung und nutzen Sie die Stärken Ihrer einzelnen Mitarbeitenden.

Ein LinkedIn-Teamtraining hilft einerseits dabei, die Kommunikationsverantwortung auf mehrere Köpfe zu verteilen. Dabei geht es keineswegs darum, dass plötzlich alle posten. Viel wichtiger ist, dass die Menschen im Unternehmen ein Bewusstsein dafür bekommen, dass sie alle einen Beitrag leisten können: Manche schreiben eigene Beiträge. Andere kommentieren. Wieder andere liefern Themen, Anwenderberichte oder andere spannende Insights.

Ein LinkedIn-Teamtraining lohnt sich besonders, wenn ein Unternehmen bereits erkannt hat, dass einzelne Beiträge auf der Unternehmensseite zu wenig Reichweite haben. Es ist auch sinnvoll, wenn Fachleute im Unternehmen ihre Expertise zeigen wollen, aber noch unsicher mit LinkedIn sind.

Ein typischer Anlass für ein LinkedIn-Training ist eine Performance, die hinter den Erwartungen zurückbleibt. Wenn die KPIs stagnieren und die gewünschten Ergebnisse ausbleiben, kann ein frischer Blick von außen neue Impulse liefern und die LinkedIn-Aktivitäten wieder auf Kurs bringen.

3 Fragen zum Schluss, die Sie sich vielleicht auch stellen

Wie kann unser Sales-Team LinkedIn für Social Selling nutzen?

Auch beim Sales-Team lohnt es sich, mit einem Teamtraining zu starten. Denn ein gutes LinkedIn-Verständnis und ein professionell aufgesetztes LinkedIn-Profil sind die Grundlage für die Ansprache neuer Interessenten. Gleichzeitig ist das der erste Schritt hin zu einer starken persönlichen Marke.

Wie verändert ChatGPT die LinkedIn-Kommunikation von Unternehmen?

Erstmal gilt: raus aus dem KI-Einheitsbrei. Nicht das Schreiben mit KI sollte im Vordergrund stehen, sondern die Außensicht, die KI ermöglicht. Genau darin liegt der eigentliche Gamechanger. Zum Beispiel mit der Frage: Welchen Mehrwert bieten meine Postings eigentlich für meine Kunden? Die Antwort fällt oft überraschend ehrlich und objektiv aus.

Welches Training hilft dabei, dass Kollegen zu Markenbotschaftern bzw. Corporate Influencern werden?

Dafür bieten wir spezielle Corporate-Influencer-Programme an. Von der Entwicklung von Guidelines über passende Incentives bis hin zu Schulungen. Entscheidend ist dabei vor allem ein gutes Konzept, das zu den Menschen und zum Unternehmen passt.

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